Freunde treffen in Saigon und Mekong-Delta-Trip

Puhh, wo fang ich an..also ich lebe auf jeden Fall noch! 🙂 ..und ich habe 3 sehr interessante Tage in Saigon und im Mekong-Delta hinter mir. Diese habe ich fast komplett mit Corinna und Katrin verbracht, beide sind auch aus Leipzig und auf einem 3-Wochen-Trip durch Vietnam und Kambodscha. Corinna kannte ich schon vorher und wir hatten gehofft dass es mit einem Treffen in Saigon klappt. Leider musste ich mich eben von beiden verabschieden, da für sie die Rundreise weiter geht.

Ich dagegen befinde mich nun auf der Rückfahrt nach Saigon und da ich meinen Laptop mit habe ist es perfekt um ein paar Zeilen zu verfassen. Allerdings ist das garnicht so einfach wie gedacht, denn die Straßenverhältnisse hier sind keinesfalls mit unseren zu vergleichen. An jeder Brücke denkt man der Bus fliegt auseinander, weil die Übergänge zwischen alter Straße und neuer Brücke immer ein großer Huckel sind. Tja und da wir hier noch im Delta sind und der Mekong unzählige Seitenarme hat kommt hier eine Brücke nach der anderen.

Aber blicken wir erst mal zurück: Samstag mittag hatte ich zum ersten Mal die Mädels getroffen. Nachdem wir eine Kleinigkeit Essen und Trinken waren haben die beiden ihre weitere Tour übers Mekong-Delta nach Kambodscha gebucht und ich mich dabei spontan dazu entschlossen sie dabei zwei Tage zu begleiten. Danach ging’s ein paar Sehenswürdigkeiten abklappern und auf dem Ben Than Market shoppen, dieser überdachte Großmarkt wird einem von jedem empfohlen, warum ist mir allerdings ein Rätzel. Wahrscheinlich weil’s dort den ganzen Plunder von den Straßenläden noch mal gesammelt gibt oder weil’s dort schön eng ist und man leicht beklaut werden kann?! Katrin hatte es auf jeden Fall geschafft ein T-Shirt von 950000 auf 130000 Dong herunter zu handeln, das sind umgerechnet knapp 5€, aber wie wir später hörten immer noch viel zu viel dafür..

Beim weiteren umherwandern hörten wir auf einem Platz mitten im Zentrum plötzlich komische Musik mit einigen Kommandos dazwischen und wurden neugierig. Als wir näher kamen sahen wir dass ca. 100 Leute immer dieselben Bewegungen machten, es sah aus wie eine Mischung aus Straßentanz und Citybootcamp 😉 Später sahen wir noch einzelne Personen die die gleichen Bewegungen machten aber ohne Musik, falls jemand weiß was das ist kann er mich gern dazu aufklären..

Die Mädels hatten dann auf dem Heimweg noch eine Begegnung der unschönen Art, 2 Leute auf’m Moped hatten im vorbeifahren versucht Corinna ihre Tasche zu entreißen. Zum Glück hatte es nicht ganz geklappt, die Tasche war zwar kaputt aber noch da. Jochen hatte ja gewarnt abends nicht zu viele Wertsachen einstecken zu haben, am besten nur Bargeld und den Rest in der Unterkunft lassen. Wenn man sowas dann quasi aus nächster Nähe mitbekommt wird einem noch mal klar dass man hier immer aufpassen muss!

Nun aber zum Mekong-Delta: Am Sonntagmorgen ging es pünktlich um 8 Uhr los zum Mekong-Delta, ich war gespannt was mich auf diesem 2-Tages-Trip erwartet. Der Tour-Flyer versprach so einiges und zudem freute ich mich sehr mal etwas von Land und Leuten zu sehen. Saigon ist nun mal eine Großstadt und sehr touristisch, gerade das Backpacker-Viertel in dem ich untergebracht bin. Meinen großen Rucksack konnte ich im Hotel gelassen, ich hoffe er ist noch da wenn ich gleich wieder ankomme. Auf der Busfahrt hatte ich mit Michael dann gleich den perfekten Sitznachbar, ein Pole der seit 3 Jahren in Australien wohnt. 🙂 Da ich glücklicherweise meinen Lonely Planet eingepackt hatte konnte er mir genau zeigen was er in Australien toll findet und was nicht.

Der erste Tour-Tag war geprägt von etlichen Verkaufsveranstaltungen, ähnlich wie auf einer Kaffeefahrt für Rentner bei uns. Unser Tourguide schien anfangs sehr gut und lustig zu sein, was sich leider nicht bestätigte. Er erzählte später nur noch das nötigste und hetzte uns von einer Tour-Station zur nächsten.
Unsere Gruppe von ca.40 Leuten wurde in My Tho City in einem Boot zu den einzelnen Stationen gebracht, zuerst gab es einige einheimische Früchte und dazu vietnamesische Livemusik. Danach ging es zur Bienenfarm, wo wir allerdings nur etwas Honigtee kosten und kaufen konnten..im Anschluss wurden wir in 4er Gruppen durch ein enges Flüsschen gefahren, was wesentlich stressiger war als es sich anhört da der Fluss randvoll mit Booten war und jeder Nichttourist uns auf das Extra-Trinkgeld für unseren Schiffsführer hingewiesen hat! Anschließend konnten wir sehen wie Kokosnussbonbons hergestellt werden und dann gab es auf Unicorn Island Mittagessen, dort konnten wir dann noch Krokodile beobachten, über die sogenannten Monkey Bridges laufen und mit dem Fahrrad die Insel erkunden. Da diese gerade alle verliehen waren haben dies ein Stück zu Fuß getan und gemerkt dass wir da nicht viel verpassen. Der Besuch auf den Reisfeldern fiel leider weg, da im Moment keine Saison zu sein scheint..unser Guide hatte dazu leider garnichts gesagt. 🙁

Voller „Freude“ ging es mit dem Bus weiter nach Cho Than, wo wir irgendwo übernachten sollen. Zur Überraschung war das Hotel relativ gut, für den Preis(2-Tages-Tour für 17€, günstiger als eine Nacht in meinem Hotel) haben wir mit dem schlimmsten gerechnet. Abends haben wir uns dann in der Stadt noch etwas umgesehen und gemerkt dass diese Stadt wesentlich entspannter ist als Saigon. Da noch ein großer Straßennachtmarkt war haben wir uns ins Getümmel gestürzt und den Abend dann mit einer einstündigen Massage ausklingen lassen. 😛

Nach dem ersten Tag erwartete ich nun nicht mehr viel vom zweiten, doch dieser war wesentlich besser als der Vortag! Wir fuhren nach dem Frühstück zum Schwimmenden Markt und probierten dort einige Früchte. Dann konnten wir bei der Herstellung von Reisnudeln zuschauen und unser Guide erzählte sogar wie es funktioniert, ganz anders als am Tag zuvor. Auf der letzten Station erzählte er uns dann noch etwas über die einheimischen Früchte und zeige uns diese auf einer Plantage. Dazwischen fuhren wir mit dem Boot meist weite Strecken, das machte den ganzen Vormittag sehr entspannt.

Nach einem typisch vietnamesischen Mittagessen an der Straße hieß es dann Verabschieden und getrennte Wege gehen: Viel Spaß euch beiden noch auf eurer weiteren Reise! 😀

PS: Ich werden das mit den Fotos demnächst etwas besser regeln und zu allen Artikeln etliche Bilder zusteuern, in Saigon fehlt dazu die Zeit..

Land: Vietnam