Grapes Picking in Robinvale

Nach meinem Tasmanien-Trip war ich nun wieder in Melbourne angekommen und brauchte erstmal einige Zeit um mich zu erholen und alles zu ordnen. Eins stand aber fest, es wurde Zeit zu arbeiten! Die 3 Wochen Tassi haben mich dann doch einiges mehr gekostet als gedacht..ich bin zwar sehr günstig gereist, aber es ist halt Australien und alles etwas teurer als in Deutschland..

Da ich auch mehr vom Land sehen wollte stand für mich bald fest dass ich Fruit Picking oder einen Farm Job machen möchte, Hauptsache wieder raus aus der Großstadt!
Übers Internet fand ich in Shepparton was ich suchte, einen gut bezahlten Job als Äpfelpflücker. Die Sache hatte nur einen Haken, für den Job brauchte man dringend ein Auto! Zudem war Freitag abend und ich sollte Sonntagmittag vor Ort sein..

Ich fand einen Franzosen names Jeremy, welcher sich gerade einen Van gekauft hatte..perfekt dachte ich mir, wollte ich doch schon immer mal in einem Van reisen! 😉 Neben ihm hatte ich noch Kontakt zu einer weiteren Deutsche aufgenommen, die ebenfalls nach jemandem mit Auto gesucht hatte um irgendwo zu arbeiten. Somit komplettierte Nele aus Oldenburg unser Trio.

Da wir Sonntag früh los wollten hieß es am Samstag den Van gut auszurüsten. Jeremy kaufte ihn sicherheitshalber von einem Händler um nicht eine Schrottkiste von einem anderen Backpacker zu erwischen..daher war weder Bett, Campingausrüstung oder sonstiges vorhanden. Wir klapperten als erstes einige Second-Hand-Läden ab..und aufgrund der Preise in Australien liebe ich diese Dinger mittlerweile! Für meine Arbeitsklamotten habe ich ganze $2,50 bezahlt..

Unser letzter Stop war bei Jeremy’s letztem Couchsurfing-Host, wo wir eigentlich nur eine Matratze abholen wollten. Wir wurden dort noch zum Abendessen eingeladen und entschieden uns etwas zu bleiben..letztendlich sind wir erst spät in der Nacht dort weggekommen. Das Abendessen artete nämlich zu einer kleinen Couchsurfer-Party aus..es kamen so viele nette Leute zusammen die sich vorher alle garnicht kannten! Jeder brachte etwas zu Essen mit, meist süß und alles schmeckte zu lecker..

Auf der Party bekam ich kurz vor 12 noch einen Anruf, der Äpfel-Job fällt vorerst flach..da in Shepparton die Flut angekommen war sollten wir erst Montag kommen! Dies machten wir dann auch, allerdings waren alle Jobs dort dann doch schon Sonntag vergeben wurden..Super wa..
Da wir nichts anderes fanden übernachteten wir in Shepparton bei einer älteren Dame, welche die Tante von einer weiteren Couchsurfer-Bekanntschaft von Jeremy war..Couchsurfing werde ich demnächst definitiv auch mal machen!! 😀

Am nächsten Morgen blieb die Jobsuche ebenfalls erfolglos..bis auf einen Job: Weintraubenpflücken in Robinvale! Das waren noch mal ca.400km Fahrtweg und uns wurde wieder versichert das wir den Job kriegen. Wir waren uns allerdings nach dem letzten Reinfall nicht ganz sicher, riskierten es dann aber doch und bekamen den Job! 🙂

Es war eine kleines Familienunternehmen und alles schien perfekt zu sein um Geld verdienen zu können! Hinter der Scheune konnten wir parken und hatten Platz für ein Zelt, Küche und Duschen waren auch vorhanden..zwar ziemlich heruntergekommen, aber besser als nichts..

In den ersten Tagen wurden wir vom Farmer angelernt und bekamen dafür gleich die schwierigsten Trauben..wir mussten sie plücken und gleichzeitig säubern, das heißt alle verrotteten, abgefallenen oder zu kleinen Trauben rausschneiden. Mit der Zeit wurden wir besser und schneller, wir arbeiteten meist 10 Stunden jeden Tag und versuchten unser bestes! Reich werden konnten wir allerdings dort nicht..an meinem besten Tag schaffte ich 42 Boxen a 10,2kg und bei $2 pro Box ist das nicht die Welt..als wir dann den ersten Lohn bekamen, mit 29% Steuern und $5,50 Miete pro Tag(welcher der Farmer uns verschwiegen hatte!), war die Ernüchterung groß..

In der 2.Woche nahmen wir uns einen Tag frei um einen anderen Job auszuprobieren..der war definitiv besser bezahlt, aber leider sehr unsicher für die folgenden Tage und Wochen, so dass wir bei unserem Farmer blieben.

Nach 2 Wochen entschied ich mich dann die Farm zu verlassen und nach Melbourne zurückzukehren..den Grund erfahrt ihr im nächsten Bericht! 😛

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